In den entscheidenden Momenten solide geblieben

Bad Cannstatt, 31.10.2026 –Mit einem 33:28 (18:14)-Arbeitssieg kann die M1 der HSG Ca-Mü-Max gegen einen kleinen Kader des HSV Stammheim/Zuffenhausen gewinnen.

Bei der Partie HSG Ca-Mü-Max gegen den HSV Stammheim/Zuffenhausen passieren historisch gesehen immer die verrücktesten Dinge, sodass man sich auf dieses Stuttgarter Nachbarschaftsduell auf jeden Fall freuen kann. Das letzte Spiel in der Neugereuthalle ging als torärmster Beginn eines Herren-Bezirksligaspiels (< fünf Tore in 19. Spielminuten) in die Geschichte ein und gleichzeitig stellte Ca-Mü-Max-Torwart Manuel Weinmann einen neuen HSG-Rekord auf, erst in der 20. Minute das dritte Gegentor zu bekommen. Außerdem gab es spannende knappe Aufholpartien, torreiche Begegnungen (2023: 48:36), wilde Jubel, und Spiele mit höchst interessanten Regelanwendungen der Schiedsrichter*innen. Und ebenso auffällig ist, dass die HSG Ca-Mü-Max in ihrer Geschichte gegen keinen Gegner häufiger gewann als gegen Stammheim/Zuffenhausen.

Diesmal kamen die Gäste mit deutlich weniger Spieler an als die Hausherren, sodass die HSG hier bereits einen klaren konditionellen Vorteil hatte. In der ersten Hälfte zeigten beide Teams ein sehr diszipliniertes Torwurfverhalten, welches überdurchschnittlich präzise war. Michael Bosch und Urlaubrückkehrer Fabian Ströhle verwandelten auf dem Platz oder von der 7m-Linie sehr viele Tore und auch in der Anfangsphase konnte Alexander Zernack am Kreis viel Raum schaffen. Gefährliche Tempogegenstöße liefen über die Außen Louis Ohligschläger und Florian Wondratschek, aber auch gerade in der zweiten Welle zeigten sich die Ca-Mü-Max-Männer durchsetzungsstärker. Defensiv aber hätte die HSG durchaus mehr Potential gehabt, da sie dort zu häufig Fehler machten. Irgendwann fand sich gegen Ende der ersten Hälfte Kreisläufer Max Gerstadt als Rückraum Mitte wieder, der ebenfalls dem Angriffsspiel gute Akzente setzen konnte.

Nach dem 18:14-Pausenstand begannen die HSG-Angriffe nachlässiger zu werden und auch das konsequente Gehen der zweiten Welle wurde offenbar vertagt, was kräftezehrende Positionsangriffe mit sich brachte. Der HSV kam in der 36. Minute auf 21:19 heran. In der Phase war es dann Miguel Rodrigo und Paul Meier, die sich gut im Positionsspiel durchsetzen wussten und die Führung ausbauen konnten. Der Vorsprung konnte durch einigen Fehlern in der Abwehr nicht weiterausgebaut werden, immer wieder konnte HSV-Mittemann Marcel Gerigk seine Leute stark einbinden und deren Chancen spielintelligent antizipieren. So brachte HSG-Trainer David Klotz mit Dustin Louis, Aaron Rottenanger und Marian Kühnel hochklassige Defensivakteure auf das Feld, die dem Spiel in dieser Phase guttaten. Letzterer wurde in der zweiten Welle in der 48. Minute von hinten gefoult, was zur direkten Disqualifikation führte. Der HSV war immer 3-4 Tore entfernt, was angesichts ihres kleinen Kaders eine Überraschung war und ihre mitgereisten Fans auch ordentlich Stimmung machten. In den letzten zehn Minuten schwächelte die HSG im Angriff, profitierte dann aber auch selbst von guten Paraden von Keeper Tim Abele. Am Ende kamen die M1 der HSG Ca-Mü-Max doch nicht ins Wanken, weil Toni Proß mit einem Sonntagsschuss und Thomas Zwinz in der 56. Minute den Deckel draufmachten. Weil die HSG Ca-Mü-Max in den entscheidenden Phasen solide blieb, konnten sie am Reformationstag deshalb dieses Heimspiel 33:28 gewinnen.

Für die HSG Ca-Mü-Max spielten: Henri Gerstadt und Tim Abele im Tor, Aaron Rottenanger (2), Florian Wondratschek (1), Louis Ohligschläger (2), Marian Kühnel (2), Miguel Rodrigo (4), Michael Bosch (6), Fabian Ströhle (6/2), Paul Meier (1), Max Gerstadt,Thomas Zwinz (3), Toni Proß (2), Dustin Louis (2), Alexander Zernack (2)

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