Zähes Spiel mit glücklichem Ausgang für die HSG Ca-Mü-Max

Bad Cannstatt – In ihrer letzten Heimpartie können die Ca-Mü-Max-Männer denkbar knapp mit 33:30 (9:8) gegen den HSV Stammheim Zuffenhausen gewinnen.

Im Schlussendspurt der Bezirksligasaison 2025/2026 hatte die HSG Ca-Mü-Max ihre realistischen Aufstiegschancen bei der Niederlage vergangene Woche beim SV Fellbach II verspielt und wird nicht mehr aus eigener Kraft an Schmiden III oder Waiblingen III vorbeiziehen können. Allerdings wäre für die HSG Ca-Mü-Max möglich noch als Tabellendritter zum einen „beste Stuttgarter Bezirksligamannschaft“ zu werden und andererseits zum zweiten Mal in der Geschichte der HSG nach der Meisterschaft 2018 alle Heimspiele in einer Saison zu gewinnen. Für die Gäste aus dem Stuttgarter Norden geht es um den Kampf um den Klassenerhalt, sowie ein Ausbau einer interessanten Serie: Denn obwohl die HSG Ca-Mü-Max historisch die beste Siegesquote gegen den HSV hat, konnten bei Partien in der Sporthalle Neugereut bislang nur die Nord-Stuttgarter gewinnen. Zudem versprach die Begegnung stets einen äußerst wilden Spielverlauf, Spannung und gilt daher als eines der unterhaltsamsten Duelle in der Bezirksliga. Und auch an diesem Samstagabend sollte es in die Geschichte eingehen:

Bei fast schon sommerlich anmutenden 26°C begann das Spiel mit wirklichen Starterproblemen. Die HSG Ca-Mü-Max kam zwar durchaus zu taktisch diszipliniert herausgespielten Abschlüssen, aber scheiterte in der Anfangsphase komplett am Schlussmann des HSV. Dieser konnte in Heinevetter-Sprungmanier zahlreiche Torchancen hintereinander vereiteln. In der Defensive wirkte die HSG ebenso fasrig und offen, da der HSV ebenso viele Abschlüsse bekam. Aber ein unglaublich aufgelegter Manuel Weinmann schaffte es genauso mit spektakulären Paraden, gehaltenen Siebenmeter und sogar noch über Abwehren von mehreren Tempogegenstößen, aufzufallen. Das Ca-Mü-Max-Tor schien wie verriegelt zu sein, nach 15 Spielminuten stand es unglaublicherweise erst 2:2, wovon die HSG nur Siebenmeter verwandelte. Es dauerte ganze 19 (!) Spielminuten, bis die Hausherren durch Michael Bosch zum ersten Mal aus dem Spiel heraus ein Tor erzielte, was neuer HSG-Negativrekord bei den ersten Herren ist. Andererseits stellte Weinmann den HSG-Rekord ein, den sie noch von 2018 gegen Mitaufstiegskandidat SV Fellbach II hatten, bei dem sie erst in der 17. Minute das dritte Gegentor kassierten – diesmal waren es 20. Es blieb ein äußerst knappes Spiel mit vielen Unterbrechungen und bedauerlicherweise auch zahlreichen technischen Fehler, sodass es zur Halbzeit lediglich 9:8 für die Hausherren stand.

Die zweite Hälfte schien nach Torwartwechseln auf beiden Seiten anders zu laufen, da jetzt die Angreifer noch häufiger durchbrachen und das diesmal zu Toren führte. Gleich in der 33. Minute wurde Dustin Louis mit der roten Karte vom Platz gestellt, da er offenbar den Körper in den Außenwurf stellte. Zunächst holte der HSV erstmals sogar die Führung, doch die Cannstatter Jungs konnten sich über einen überragend aufgelegten Thomas Zwinz und einem treffsicheren achtfachen Siebenmetertorschützen Fabian Ströhle mutig zurückkämpfen, und konnten das Spiel wieder in relativ sichere Hände der HSG bringen. In der 54. Minute führten die Cannstatter wieder mit 29:25, kamen aber in doppelter Unterzahl wieder in den Schlusssekunden in Bredouille. Trotz 31:30-Anschlusstreffer traf Marian Kühnel und Thomas Zwinz zum Schluss, sodass es noch für ein 33:30 reichte. Der zähe Sieg markiert damit auch für die HSG Männer 1 die zweite Handballsaison auf Bezirksligaebene, bei der die HSG alle Spiele zuhause gewinnen konnte. Der letzte Spieltag steht nun beim Tabellenführer TSV Schmiden III an, die noch um die Meisterschaft spielen.

Für die HSG Ca-Mü-Max spielten:

Tim Abele und Manuel Weinmann im Tor, Fabian Ströhle (10/8), Thomas Zwinz (7), Miguel Rodrigo (4), Louis Ohligschläger (3), Marian Kühnel (2), Alexander Zernack (2), Maximilian Zimmermann (2), Michael Bosch (1), Dustin Louis (1), Florian Wondratschek (1), Marc Hildebrandt, Luca Lang, Paul Meier

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